Die korrekte Darstellung der Entwicklung der Instandhaltungsrücklage stellt Hausverwalter oft vor große Probleme. Stellt sich bei einem Verwalterwechsel heraus, dass eine exakte Aufteilung der Instandhaltungsrücklage Nachprüfungen voraussetzt, so schuldet diese jedenfalls nicht der neue Verwalter. (vgl. LG München I, Beschl. vom 11.08.2016, 1 T 10569/16).

Das bedeutet in der Praxis: Ist die Instandhaltungsrückstellung in der letzten vom Vorverwalter erstellten Abrechnung falsch ausgewiesen, so muss der neue Verwalter den Fehler nur suchen, wenn er hierzu einen ausdrücklichen, gesondert zu vergütenden Auftrag übernommen hat.

Die Eigentümerversammlung kann aber auch durch Beschluss darüber entscheiden, wie mit der Differenz umgegangen werden soll. Dabei hat sie ihr weites Ermessen sachgerecht auszuüben.

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